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Zwischenruf zu den aktuellen Vorschlägen von Linken und SPD im Bildungskonvent 

 

Unverantwortlich für den ländlichen Raum


Mit Entsetzen und Verärgerung habe ich die Vorschläge von SPD und Linken zur sog. Einheitsschule im Bildungskonvent zur Kenntnis genommen. Seit 2002 hat sich die CDU darum bemüht, Kontinuität in die Schulpolitik zu bringen. Haben nicht Schüler, Lehrer und Eltern seit 1990 genügend Umbrüche in der Schulpolitik erlebt ? Soll jetzt alles wieder von vorn beginnen? Ich bin kein Bildungspolitiker. Aber mein Eindruck, dass das der falsche Weg ist, wurde nicht zuletzt durch meinen kürzlichen Besuch in der Dardesheimer Sekundarschule zusammen mit Kultusstaatssekretär Winfried Willems sowie in der Grundschule Bühne zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Heike Brehmer bestärkt.

Die öffentliche Ablehnung vom Gymnasiallehrerverband und vielen anderen Fachleuten spricht da für sich. Ich nenne nur Stichworte: Verlust von Kontinuität und Planungssicherheit und demzufolge Verunsicherungen von Eltern, Schülern und Lehrern, Verwässserung der gymnasialen Bildung, fehlende differenzierte Betrachtung der Ergebnisse in den einzelnen Schulen und in den einzelnen Regionen oder den Brennpunkten des Landes, kein empirischer Nachweis über steigende Zahl der Schulabschlüsse oder verbesserte Qualität der schulischen Bildung durch Zusammenlegung der Bildungsgänge usw.

Aber was würden diese Vorschläge in der Realität für die Schulen im ländlichen Raum bedeuten?

Im ländlichen Raum befinden sich Grund-und Sekundarschulstandorte oft in unterschiedlichen Orten. Dies ist das Ergebnis von notwendigen Standortschließungen aufgrund des demografischen Faktors. Man darf nicht vergessen, dass sich die Schülerzahlen seit 1990 fast halbiert haben. Dieses vor Ort zu verkraften, war nicht einfach ! Hier gestaltet sich eine Schulfusion daher besonders schwierig - d.h. eine Fusion von Grund-und Sekundarschulstandorten hätte wiederum gravierende Umwälzungen in der aktuellen Schullandschaft im ländlichen Raum zur Folge. Da in kleineren Orten oft nur kleine Grundschulstandorte bestehen, würde eine räumliche Zusammenlegung zwangsläufig in den größeren Grundzentren erfolgen müssen. Die Folge wäre massive Schließungen von Grundschulen im ländlichen Raum. Erhebliche Standortnachteile für die Entwicklung ländlicher Regionen wären das Ergebnis z.B. Einwohnerverluste durch Wegzug junger Familien usw.. Die berechtigte Aufregung in den Kommunen hinsichtlich des Erhaltes insbesondere der Grundschulstandorte wäre vorprogrammiert.

Dazu käme ein weiterer Investionsbedarf in den dann zusammengefassten Schulstandorten, um den Kapazitätserweiterungen genügen zu können. Wer soll das aber bezahlen ? Kommunen, Landkreise und Lan verfügen nicht über diese Mittel (Stichwort: aktuelle Steuerschätzung). Es würden zudem die Kommunen und Landkreise benachteiligt, die bislang in "ihre Schulen" investiert haben. Wie erklärt man vor Ort, dass die kürzlich sanierte Schule jetzt geschlossen bzw. zusammengelegt werden muss, weil sie für die Einheitsschule zu klein geworden ist ? Ein klarer Fall von Steuergeldverschwendung wäre das in meinen Augen !

Zudem wäre da noch der Punkt der Schülerbeförderung. Mehr Schüler als bisher würden eine Schülerbeförderung  benötigen. Die Folge zum einen zusätzliche Belastungen für Kinder und Eltern durch die Fahrtzeiten (negative Auswirkungen auf Agressionspotential und Freizeitverhalten der Kinder). Zum anderen höhrere Kosten im Schülerverkehr für Land und Kommunen. Dieses Geld könnte im Zweifel mit Sicherheit sinnvoller z.B. für Freizeit-oder Förderangebote für Kinder und Jugendliche verwendet werden !

Fazit: hier wurde nicht zu Ende gedacht ! Ideologie, weit entfernt von jeder Realität in unserem Bundesland war hier die Triebkraft. Das ist keine verantwortungsvolle Politik ! Sowas braucht niemand !

Bernhard Daldrup 

 

 

 

 

 

 

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